Gehalt als Facharzt für Laboratoriumsmedizin

Die Laboratoriumsmedizin ist eine wichtige Säule der Diagnostik und hilft bei der Beurteilung der Wirksamkeit von Therapiemaßnahmen. Welches Gehalt ein Facharzt für Laboratoriumsmedizin für sein Engagement erhält, ist hier nachzulesen.

Kurzüberblick

LaborärztInnen verdienen im Krankenhaus etwa 80.000 bis 103.000 Euro jährlich, in leitenden Positionen deutlich mehr. In eigener Praxis bzw. im Labor sind häufig 150.000 bis über 500.000 Euro jährlich möglich – abhängig von Größe, Auslastung und Kostenstruktur.

Wie viel verdienen angestellte Laborärzte?

Die Gehälter der in Krankenhäusern und Kliniken beschäftigten Fachärztinnen und Fachärzte sind tariflich geregelt. Der genaue Verdienst richtet sich nach der jeweiligen Entgeltgruppe. Innerhalb dieser Gruppen ist ein Anstieg des Gehalts für Ärzte mit wachsender Berufserfahrung vorgesehen. Hinzu kommen Sonderzahlungen für Schicht-, Nacht- und Wochenenddienste sowie für Bereitschafts- und Feiertagsdienste.

Auch die Position und das Einsatzfeld wirken sich auf das Einkommen aus. Im Großen und Ganzen dürfen FachärztInnen für Labormedizin mit folgenden Jahresgehältern rechnen (TV-Ärzte, Stand: 2024):

  • Assistenzärzte: rund 61.000 bis 78.000 Euro
  • Fachärzte: rund 80.000 bis 103.000 Euro
  • Oberärzte: rund 100.000 bis 115.000 Euro
  • Chefärzte: ab etwa 118.000 Euro, häufig deutlich höher (außertariflich)

Die im Tarifvertrag festgelegten Karrierestufen können sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Die Vergütung höherer Posten erfolgt zum Teil außertariflich. Hier können die Gehälter noch ein Stück weit höher ausfallen.

Weiterbildungen zur fachbezogenen beruflichen Anpassung sind für Ärztinnen und Ärzte gesetzlich vorgeschrieben. Wer darüber hinaus in Zusatz-Weiterbildungen investiert, kann nicht nur sein Gehalt positiv beeinflussen, sondern auch die Befähigung zum Führen einer Zusatzbezeichnung erwerben. Für Fachärzte für Laboratoriumsmedizin bietet sich beispielsweise eine Spezialisierung im Bereich Hämostaseologie oder Tropenmedizin an.

Einkünfte niedergelassener Laborärzte

Fachärztinnen und Fachärzte für Labormedizin können den Schritt in die Selbstständigkeit wagen und sich beispielsweise mit einem eigenen Labor niederlassen, gegebenenfalls auch als Teilhaberin beziehungsweise Teilhaber. Die Einkünfte richten sich in diesem Fall nach der Auftragslage und den anfallenden Kosten und Ausgaben. Erfahrungswerte zeigen, dass sich Einkommen häufig im Bereich von etwa 150.000 bis über 500.000 Euro jährlich bewegen können – abhängig von Größe, Auslastung und Struktur des Labors.

Selbstständige Laborärzte, die leitend und eigenverantwortlich tätig sind, gelten als Freiberufler. Schließen die Zahl der vorgebildeten Arbeitskräfte und der pro Tag anfallenden Untersuchungen eine Eigenverantwortlichkeit aus, erzielen die Fachärzte für Laboratoriumsmedizin jedoch gewerbliche Einkünfte, die nicht nur der Einkommenssteuer, sondern auch der Gewerbesteuer unterliegen.

Zum Vergleich: Der durchschnittliche Reinertrag niedergelassener Arztpraxen liegt fachübergreifend bei rund 310.000 Euro jährlich, der Median bei etwa 219.000 Euro (Statistisches Bundesamt, 2023).

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Stand: Mai 2020