Gehalt in der Strahlentherapie 2026 – Was verdienen FachärztInnen?

Das Gehalt eines Facharztes für Strahlentherapie

Wie hoch ist das Gehalt in der Strahlentherapie 2026? FachärztInnen für Radioonkologie gehören zu den gefragten SpezialistInnen in der onkologischen Versorgung. Das Einkommen variiert je nach Position, Tarifvertrag, Region und Einsatzform – von der Festanstellung bis zur ärztlichen Zeitarbeit als Honorararzt bzw. Honorarärztin.

Gehalt in der Strahlentherapie 2026: Tarif, Position und Zusatzqualifikation

Das Gehalt von StrahlentherapeutInnen ist in Deutschland überwiegend durch Tarifverträge (z. B. TV-Ärzte VKA oder TV-Ärzte TdL) oder individuelle Hausverträge geregelt. Da sich Kliniken in ihrer Vergütungsstruktur unterscheiden und Zuschläge für Bereitschaftsdienste, Nacht- oder Wochenendarbeit hinzukommen, kann das tatsächliche Einkommen variieren.

Das konkrete Gehalt hängt insbesondere von folgenden Faktoren ab:

  • Karrierestufe (Assistenz-, Fach-, Oberarzt/Oberärztin)
  • Berufserfahrung
  • Tarifbindung oder außertariflicher Vertrag
  • Bundesland und Klinikgröße
  • Zusatzqualifikationen und Spezialisierungen

Weiterbildungen – etwa in moderner Bestrahlungstechnik, stereotaktischer Radiotherapie oder mit Zusatzbezeichnung – können sich positiv auf das Gehalt auswirken und den Aufstieg in leitende Positionen erleichtern.

Durchschnittliche Jahresgehälter in der Strahlentherapie 2026 (brutto)

Auf Basis der aktuellen Tarifentwicklung können StrahlentherapeutInnen 2026 mit folgenden Gehaltsspannen rechnen:

  • AssistenzärztInnen: ca. 65.000 € bis 82.000 €
  • FachärztInnen: ca. 90.000 € bis 115.000 €
  • OberärztInnen: ca. 120.000 € bis 150.000 €
  • Leitende OberärztInnen / stellvertretende ChefärztInnen: ca. 130.000 € bis 170.000 €

Die Vergütung von leitenden OberärztInnen und ChefärztInnen ist häufig außertariflich geregelt. In diesen Positionen sind individuelle Vertragsverhandlungen üblich, wodurch das Einkommen deutlich von tariflichen Tabellenwerten abweichen kann.

Zusatzbezeichnungen & Spezialisierungen

Einkommensrelevant sind unter anderem:

Strahlentherapie ist eng verzahnt mit Onkologie, Radiologie, Chirurgie und Palliativmedizin.

Gehalt als Vertretungsarzt in der Strahlentherapie

In der ärztlichen Zeitarbeit bzw. als Honorararzt/Honorarärztin erfolgt die Vergütung meist auf Stundenbasis. Üblich sind 2026: 100 € bis 110 € pro Stunde, abhängig von Qualifikation, Dringlichkeit des Einsatzes und Standort. Honorarärztliche Einsätze erfolgen häufig bei:

  • Vakanzen in onkologischen Zentren
  • Ausfall von Fachpersonal
  • temporären Projekten
  • Ausbau moderner Bestrahlungstechniken

Strahlentherapie & ärztliche Zeitarbeit

Die Strahlentherapie zählt zu den spezialisierten Fachrichtungen mit kontinuierlichem Bedarf an qualifizierten FachärztInnen. Über doctari werden FachärztInnen bundesweit in Festanstellung oder temporäre Einsätze vermittelt – insbesondere bei personellen Engpässen oder Projektphasen. Die Zeitarbeit ermöglicht:

  • flexible Arbeitszeitmodelle
  • planbare Einsatzzeiträume
  • attraktive Vergütung
  • Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

Einkommen niedergelassener FachärztInnen für Strahlentherapie 2026

Entscheiden sich FachärztInnen für Strahlentherapie für die Niederlassung in eigener Praxis, einem MVZ oder einer Privatklinik, verändert sich die Einkommensstruktur grundlegend.

Als zugelassene VertragsärztInnen rechnen sie ihre Leistungen über die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sowie privatärztlich über die GOÄ ab. Das Einkommen hängt dabei maßgeblich von folgenden Faktoren ab:

  • Anzahl der behandelten PatientInnen
  • Leistungsumfang und Spezialisierung
  • Regionale Versorgungsstruktur
  • Kooperationen mit onkologischen Zentren
  • Betriebskosten und Investitionen

Hohe Investitionskosten in der Strahlentherapie

Die Strahlentherapie zählt zu den kapitalintensivsten Fachrichtungen. Linearbeschleuniger, Bestrahlungsplanungssysteme, Bildgebungstechnik sowie Wartungs- und Sicherheitsanforderungen verursachen hohe Anschaffungs- und laufende Kosten. Daher sind viele StrahlentherapeutInnen in größeren Versorgungszentren, Gemeinschaftspraxen oder Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) tätig, um Investitionsrisiken zu verteilen.

Einkommensspanne in der Niederlassung

Je nach Praxisstruktur und Wirtschaftlichkeit können niedergelassene StrahlentherapeutInnen ein deutlich höheres Einkommen erzielen als in tariflicher Festanstellung. Gleichzeitig bestehen unternehmerische Risiken, etwa durch:

  • Investitions- und Finanzierungskosten
  • Personalverantwortung
  • Schwankende Fallzahlen
  • Regulatorische Vorgaben

Vorteile und Herausforderungen der Selbstständigkeit

Vorteile:

  • Größere Autonomie
  • Flexible Arbeitszeitgestaltung
  • Unternehmerische Gestaltungsmöglichkeiten

Herausforderungen:

  • Hoher Verwaltungsaufwand
  • Wirtschaftliche Verantwortung
  • Investitions- und Haftungsrisiken

Niedergelassene FachärztInnen übernehmen deutlich mehr organisatorische und betriebswirtschaftliche Aufgaben als angestellte KollegInnen. Neben der medizinischen Tätigkeit gehören Praxismanagement, Personalführung, Abrechnung und Qualitätssicherung zum Alltag.

Bildquelle: iStock.com/23ducu

Stand: 23.04.2021