Urologe Gehalt: Wie hoch ist das Einkommen als Facharzt für Urologie
Übersicht über Tarifverträge und Verdienst mit eigener PraxisWie viel verdient ein Urologe oder eine Urologin 2026? UrologInnen verdienen tariflich als FachärztInnen zwischen 7426 € und 9302 € brutto pro Monat an Universitätskliniken. In kommunalen Krankenhäusern liegen die Gehälter in einem ähnlichen Bereich und steigen mit Erfahrung und Zuschlägen weiter an.
Tarifvertrag und Verdienstmöglichkeiten in der Urologie
Fachärztinnen und Fachärzte für Urologie erhalten als angestellte ÄrztInnen in Krankenhäusern ihr Gehalt auf Grundlage der jeweils geltenden ärztlichen Tarifverträge. Maßgeblich sind dabei vor allem die Tarifwerke für kommunale Krankenhäuser (TV-Ärzte VKA) sowie für Universitätskliniken (TV-Ärzte TdL). Diese sehen keine fachrichtungsspezifischen Unterschiede vor, sondern regeln die Vergütung ausschließlich nach Qualifikation, Position und Berufserfahrung. Das bedeutet: UrologInnen werden tariflich genauso vergütet wie ÄrztInnen anderer Fachrichtungen mit vergleichbarer Eingruppierung.
Das monatliche Bruttogehalt beginnt während der Weiterbildung zur Fachärztin bzw. zum Facharzt in der Urologie tariflich bei über 5600 Euro und steigt mit zunehmender Erfahrung stufenweise an. Nach Abschluss der Facharztweiterbildung liegt das tarifliche Einstiegsgehalt bei rund 7400 Euro brutto pro Monat. In höheren Erfahrungsstufen sind deutlich höhere Grundgehälter vorgesehen, sowohl an Universitätskliniken als auch an kommunalen Krankenhäusern.
Über das tarifliche Grundgehalt hinaus können sich im urologischen Klinikalltag spürbare Einkommensunterschiede ergeben. Nacht-, Wochenend-, Bereitschafts- und Schichtdienste werden zusätzlich vergütet und erhöhen das monatliche Bruttoeinkommen teilweise erheblich. Auch die Übernahme zusätzlicher Verantwortlichkeiten, etwa in der Organisation, Ausbildung oder in leitenden Funktionen, wirkt sich positiv auf den Verdienst aus. Ab höheren Hierarchiestufen – insbesondere bei OberärztInnen in leitender Position – wird die Vergütung häufig außertariflich geregelt und individuell verhandelt.
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Gehalt als Urologe bzw. Urologin nach Position und Tarif
Gehalt als Urologe bzw. Urologin nach Position und Tarif
Die Gehälter von Urologinnen und Urologen im Klinikbereich werden regelmäßig im Rahmen der ärztlichen Tarifverträge neu verhandelt. Maßgeblich sind dabei die Tarifverträge für kommunale Krankenhäuser (TV-Ärzte VKA) sowie für Universitätskliniken (TV-Ärzte TdL). Die folgenden Angaben zeigen die tariflichen Monatsbruttogehälter für die jeweiligen ärztlichen Positionen.
Kommunale Krankenhäuser (TV-Ärzte VKA, gültig ab 01.08.2025)
AssistenzärztIn: ca. 5722 – 7355 Euro brutto/Monat
FachärztIn: ca. 7552 – 9699 Euro brutto/Monat
OberärztIn: ca. 9274 – 10811 Euro brutto/Monat
Leitende OberärztInnen / CA-Vertretung: in der Regel außertariflich, individuell vereinbart
Universitätskliniken (TV-Ärzte TdL, gültig ab 01.02.2025)
AssistenzärztIn: ca. 5627 – 7223 Euro brutto/Monat
FachärztIn: ca. 7427 – 9302 Euro brutto/Monat
OberärztIn: ca. 9302 – 10631 Euro brutto/Monat
Leitende OberärztInnen / CA-Vertretung: häufig außertarifliche Vergütung, abhängig von Funktion und Verantwortung
Die dargestellten Spannen ergeben sich aus den jeweiligen Erfahrungsstufen innerhalb der Tarifverträge. Zuschläge für Nacht-, Wochenend-, Bereitschafts- oder Rufdienste sind in den genannten Beträgen nicht enthalten und können das tatsächliche Einkommen deutlich erhöhen.
Quellenbasis: TV-Ärzte VKA und TV-Ärzte TdL, gültig 2025/2026 (Marburger Bund).
Einkommen als Urologe bzw. Urologin mit eigener Praxis
Viele Urologinnen und Urologen arbeiten als niedergelassene FachärztInnen in Einzel- oder Gemeinschaftspraxen. Der Schritt in die Selbstständigkeit ist mit erheblichen Anfangsinvestitionen verbunden, etwa für Praxisübernahme, Ausstattung, Personal und laufende Betriebskosten. Entsprechend unterscheidet sich das Einkommen deutlich vom tariflichen Klinikgehalt.
Langfristig erzielen UrologInnen in eigener Praxis jedoch im Facharztvergleich überdurchschnittliche Erträge. Aktuelle Auswertungen zeigen für Deutschland durchschnittliche Jahreseinnahmen von rund 450.000 bis 480.000 Euro, bei einem Reinertrag (Gewinn vor Steuern) von etwa 240.000 bis 260.000 Euro pro Jahr. Der Reinertrag ergibt sich nach Abzug aller Praxis- und Personalkosten, jedoch vor Steuern und privaten Vorsorgeaufwendungen.
Die tatsächliche Einkommenshöhe hängt stark von individuellen Faktoren ab, darunter Praxisform (Einzel- oder Gemeinschaftspraxis), Leistungsstruktur, Abrechnungsanteile (GKV/PKV) sowie regionale Rahmenbedingungen. Auch das Bundesland spielt eine Rolle: Überdurchschnittliche Reinerträge werden unter anderem in Hamburg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt erzielt, während die durchschnittlichen Gewinne in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen niedriger ausfallen.
Weitere detaillierte Kennzahlen zur Einkommenssituation niedergelassener FachärztInnen lassen sich unter anderem über das ZI-Praxis-Panel sowie über Statista abrufen.
Quellenbasis: ZI-Praxis-Panel (Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung), Statistisches Bundesamt, Statista; zuletzt verfügbare Auswertungen 2022/2023.
Weitere Fragen zum Gehalt als Urologe
Das hängt in erster Linie von der Art der Beschäftigung ab.
An kommunalen Krankenhäusern liegt das tarifliche Einstiegsgehalt für FachärztInnen für Urologie aktuell bei rund 7552 Euro brutto pro Monat (TV-Ärzte VKA). An Universitätskliniken beträgt das Einstiegsgehalt etwa 7427 Euro brutto pro Monat (TV-Ärzte TdL). Mit zunehmender Berufserfahrung steigen die tariflichen Grundgehälter stufenweise an und liegen in höheren Erfahrungsstufen deutlich über diesen Einstiegswerten.
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, das eigene Gehalt als Urologe zu steigern. Niedergelassene UrologInnen erzielen im bundesweiten Durchschnitt Jahreseinnahmen von rund 450.000 bis 480.000 Euro, bei einem Reinertrag von etwa 240.000 bis 260.000 Euro pro Jahr. Diese Werte variieren stark je nach Praxisform, Leistungsstruktur und Region.
Darüber hinaus können Zusatzdienste, Leitungsfunktionen oder außertarifliche Verträge im Klinikbereich zu höheren Einkommen führen. Auch flexible Arbeitsmodelle bieten finanzielle Spielräume.
Bei doctari, der Nr. 1 für Zeitarbeit in der Medizin, verdienen Ärzte bis zu 100 Euro pro Stunde.

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