Wie wird man ein Medizinischer Technologe für Radiologie?

Die MTR-Ausbildung dauert drei Jahre und vermittelt neben einem umfangreichen Fachwissen in der menschlichen Anatomie auch den Umgang mit hochkomplexen technischen Geräten. Die Ausbildung ist bundesweit einheitlich geregelt und endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung. Die Details zur Ausbildung sind hier nachzulesen.

Inhalte der Ausbildung zur/zum MTR / MTRA

Während des theoretischen Unterrichts erfahren die Auszubildenden unter anderem, wie Strahlentherapie funktioniert, was bei der Nuklearmedizin zu beachten ist und welche speziellen diagnostischen Techniken es in ihrem Fachgebiet gibt. Sie machen sich mit Verfahren wie der Computer- und Magnetresonanztomographie, der Sonografie, der Röntgendiagnostik und der Elektrokardiografie vertraut und lernen, radiologische Diagnosen zu erstellen.

Die praktische Ausbildung umfasst:

  • die radiologische Diagnostik und weitere bildgebende Verfahren,
  • die Strahlentherapie,
  • die Nuklearmedizin und
  • ein Krankenhauspraktikum.

Neben fachspezifischem Wissen vermittelt die Ausbildung allgemeinbildende Fächer wie Mathematik, Deutsch, Physik, Chemie sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Als einziger Berufszweig legen MTR/MTRA außerdem die Fachkunde im Strahlenschutz ab. Mit dieser dürfen sie Strahlung am Menschen selbstständig und ohne ärztliche Aufsicht anwenden.

MTRA-Ausbildung: Voraussetzungen, Kosten und Ausbildungsvergütung

Wer mit der MTRA-Ausbildung (offiziell seit 2023: MTR – Medizinischer Technologe/Technologin für Radiologie) beginnen möchte, benötigt mindestens einen Realschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung. Teilnehmen darf außerdem, wer nach einem Hauptschulabschluss eine Berufsausbildung von zweijähriger Dauer und ein Auswahlverfahren erfolgreich absolviert hat.

Seit Inkrafttreten des MT-Berufe-Gesetzes (MTBG) zum 1. Januar 2023 ist die Ausbildung grundsätzlich schulgeldfrei, und Auszubildende haben unabhängig vom Träger einen gesetzlichen Anspruch auf eine angemessene Ausbildungsvergütung. Gegebenenfalls entstehen dennoch weitere Kosten für Lernmittel, Berufsbekleidung, Fahrten zur Ausbildungsstätte oder auswärtige Unterbringung. Wer zusätzliche finanzielle Unterstützung benötigt, kann unter Umständen eine Förderung nach BAföG erhalten.

Auszubildende, die an einer Uniklinik oder einem kommunalen Krankenhaus lernen, erhalten üblicherweise eine Ausbildungsvergütung nach dem Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD) beziehungsweise dem Tarifvertrag für Auszubildende der Länder (TVAL). Demnach ergibt sich aktuell eine monatliche Vergütung in Höhe von:

  • 1.365 Euro im ersten Ausbildungsjahr
  • 1.425 Euro im zweiten Ausbildungsjahr
  • 1.522 Euro im dritten Ausbildungsjahr

Gleiches gilt für die Ausbildung an Einrichtungen von Trägern, die sich an den tariflichen Vereinbarungen des öffentlichen Dienstes orientieren. Bei privaten, nicht tarifgebundenen Ausbildungsträgern kann die Höhe der Vergütung abweichen.