MTRA Gehalt: So viel verdienen MTR in Deutschland

Alle Infos zum Gehalt von Medizinischen TechnologInnen für Radiologie (MTR, früher MTRA): Einstieg, Entwicklung, Unterschiede und Verdienstmöglichkeiten

Der Beruf der medizinisch-technischen Radiologieassistentin oder des medizinisch-technischen Radiologieassistenten (kurz: MTRA) erfordert neben technischem Geschick und Verständnis ein hohes Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Strahlung. Wie viel verdienen MTR/MTRA? Gehalt, Einstieg, Entwicklung und Unterschiede – verständlich erklärt.

Kurzüberblick

Medizinische TechnologInnen für Radiologie (MTR, früher MTRA) verdienen in Deutschland im Durchschnitt rund 4.162 Euro brutto monatlich. Das Einstiegsgehalt liegt bei etwa 2.800 Euro, während erfahrene Fachkräfte über 4.000 Euro erreichen können. Tarifverträge, Berufserfahrung und Region beeinflussen das Einkommen maßgeblich.

Wie viel verdienen MTR / MTRA?

Seit 2023 gilt offiziell die neue Berufsbezeichnung: MTR (Medizinische TechnologInnen für Radiologie), früher: MTRA (Medizinisch-technische RadiologieassistentInnen). Das Gehalt einer bzw. eines MTR (früher MTRA) hängt davon ab, wo gearbeitet wird und ob ein Tarifvertrag gilt. Medizinische TechnologInnen für Radiologie, die in öffentlichen Krankenhäusern tätig sind, werden in der Regel nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes bezahlt. Das Einstiegsgehalt liegt bei rund 2.800 bis 3.000 Euro brutto pro Monat. Hinzu kommen gegebenenfalls Schichtzulagen sowie Nacht- und Sonntagszuschläge.

Mit steigender Berufserfahrung kann das Einkommen auf etwa 3.300 bis 3.800 Euro brutto monatlich anwachsen. Mit entsprechender Weiterbildung, etwa in spezialisierten Bereichen, sind auch Gehälter von über 4.000 Euro pro Monat möglich. Da MTR stark nachgefragt sind und viele Stellen unbesetzt bleiben, werden in privaten Kliniken und Facharztpraxen teilweise überdurchschnittliche Gehälter gezahlt. Diese müssen jedoch in der Regel individuell verhandelt werden. Nach Angaben des Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit verdienen MTR in Baden-Württemberg besonders gut. Dort liegt das mittlere Gehalt (Median) bei rund 4.162 Euro brutto pro Monat. Die typische Gehaltsspanne reicht von etwa 3.494 bis 4.846 Euro brutto monatlich.

Beim Vergleich nach Geschlecht zeigt sich ein Unterschied: Männliche MTR verdienen im Median rund 4.453 Euro, weibliche etwa 4.064 Euro brutto pro Monat.

Auf Baden-Württemberg folgt Rheinland-Pfalz mit einem durchschnittlichen Gehalt von rund 4.133 Euro brutto monatlich. Niedrigere Gehälter werden unter anderem in Thüringen und Schleswig-Holstein gezahlt.

Möchten Sie wissen, wie viel ein MTRA im Vergleich zu anderen Pflegeberufen verdient? Dann finden Sie es hier heraus: Gehalt als OTA, Gehalt als ATA und Gehalt als CTA

MTRA Gehalt in der Ausbildung

Während der Ausbildung erhalten Medizinische TechnologInnen für Radiologie (MTR, früher MTRA) nur dann eine Ausbildungsvergütung, wenn sie bei einem tarifgebundenen Träger beschäftigt sind. Bei einer rein schulischen Ausbildung kann es sein, dass keine Vergütung gezahlt wird. Das gilt teilweise auch für private oder kirchliche Einrichtungen ohne Tarifbindung.

  • Tarifgebundene Einrichtungen: klare und steigende Vergütung
  • Schulische Ausbildung: häufig keine Bezahlung
  • Private Träger: Vergütung kann unter Tarifniveau liegen

Ausbildungsvergütung nach Tarif (TVAöD Pflege, Stand 2025)

In tarifgebundenen Krankenhäusern erhalten Auszubildende folgende monatliche Vergütung:

  • 1. Ausbildungsjahr: 1.415,69 €
  • 2. Ausbildungsjahr: 1.477,07 €
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.578,38 €

Quelle: Bundesagentur für Arbeit / TVAöD Pflege

Gehalt freiberuflicher MTR / MTRA

Medizinische TechnologInnen für Radiologie (MTR, früher MTRA) gehören zu den wenigen Berufsgruppen im Gesundheitswesen, die bereits in der Ausbildung die Fachkunde im Strahlenschutz erwerben. Dadurch sind sie berechtigt, Strahlung eigenständig am Menschen anzuwenden. Das eröffnet die Möglichkeit, freiberuflich tätig zu werden und Einsätze in radiologischen Kliniken oder Arztpraxen zu übernehmen – etwa zur Überbrückung von Personalausfällen. Zudem erfordert die Freiberuflichkeit ein hohes Maß an Disziplin und klare Strukturen, um eine gesunde Work-Life-Balance sicherzustellen.

Das Einkommen freiberuflicher MTR richtet sich stark nach Angebot und Nachfrage. Da viele Einrichtungen kurzfristig auf qualifiziertes Personal angewiesen sind, liegen die Honorare häufig über dem Niveau tarifgebundener Gehälter. Gleichzeitig gilt:

  • Krankenversicherung muss selbst getragen werden
  • Altersvorsorge liegt in eigener Verantwortung
  • Einnahmen können schwanken

Risiken und Anforderungen

Die Freiberuflichkeit bietet Chancen, ist aber auch mit Risiken verbunden:

  • wirtschaftliches Risiko bei fehlenden Aufträgen
  • hoher Organisationsaufwand
  • Eigenverantwortung für Absicherung und Planung

Zudem erfordert die selbstständige Tätigkeit ein hohes Maß an Disziplin und Struktur, um langfristig stabil zu arbeiten.

Alternative: Flexible Einsätze ohne Selbstständigkeit

Eine Alternative zur klassischen Selbstständigkeit ist die Arbeit als Vertretungskraft im Rahmen flexibler Einsatzmodelle mit doctari.

Hier profitieren MTR häufig von:

  • überdurchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten
  • planbarerem Einkommen als in der Freiberuflichkeit
  • mehr Mitbestimmung bei der Einsatzplanung

So lassen sich Vorteile höherer Einkommen mit mehr Sicherheit kombinieren.

FAQ zum MTRA Gehalt

Medizinische TechnologInnen für Radiologie (MTR, früher MTRA) verdienen im Durchschnitt rund 4.100 bis 4.200 Euro brutto pro Monat. Laut Bundesagentur für Arbeit liegt der Median bei etwa 4.162 Euro.

MTR ist die neue offizielle Berufsbezeichnung seit 2023. MTRA ist die frühere Bezeichnung – beide Begriffe werden weiterhin parallel verwendet.

Ja, das ist möglich. Neben klassischen Karrierewegen wie Spezialisierung (z. B. MRT oder CT), dem Wechsel in besser zahlende Einrichtungen oder der Übernahme von Leitungsfunktionen bieten vor allem flexible Einsatzmodelle zusätzliche Verdienstmöglichkeiten.

Gerade über doctari können MTR gezielt Einsätze wählen, die sowohl fachlich als auch finanziell attraktiv sind. Durch transparente Konditionen, überdurchschnittliche Stundenlöhne und Zuschläge für Nacht- oder Wochenenddienste lässt sich das Einkommen häufig über das klassische Tarifniveau hinaus steigern. Gleichzeitig bleibt die Möglichkeit, Arbeitszeiten und Einsatzorte flexibel zu gestalten.

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