Stationäre Aufnahme Folge 5: Anästhesistin & Notfallmedizinerin Eva Buscher

„Ist ein Arzt an Bord?!“

Wer ist Dr. Eva Buscher?

Dr. Eva Katharina Buscher ist Fachärztin für Anästhesiologie. Im OP, auf der Intensivstation und in der Notfallmedizin ist sie in ihrem Element. Nach dem Medizinstudium in Süddeutschland führte sie ihr Weg über mehrere Jahre klinischer Weiterbildung in eine große Hamburger Klinik in die Anästhesie, unter anderem auch in Spezialbereiche wie Kardio- und Kinderanästhesie. Auch jenseits der direkten Patient:innenversorgung bringt sie sich ein. In der Forschung ist sie unter anderem bereits mit mehreren Publikationen mit Arbeiten rund um Airway-Management und schwierige Atemwege aktiv. Außerdem ist sie ehrenamtlich im Einsatz, etwa in der medizinischen Unterstützung von Menschen ohne ausreichenden Zugang zur Regelversorgung.

In Folge 5 der Stationären Aufnahme ist sie zu Gast und man merkt sofort: Eva liebt Dynamik. Was sie an der Notaufnahme besonders reizt, ist nämlich genau dieses „jeden Tag anders, nie ganz planbar“. Glückshormone gibt es bei ihr aber nicht nur durch Medizin, sondern auch durch die Zeitfenster, in denen ihr Privatleben Platz hat, etwa wenn eine Spätschicht ihr den Vormittag freihält. Und wenn dann noch Wind dazukommt, ist klar, wo sie am liebsten ist, nämlich am Wasser. Kitesurfen ist für sie das beste Ausgleichsprogramm, genauso wie gemeinsame Aktionen mit dem Team nach Feierabend.

doctari hat sich darum gekümmert, für mich die richtige Festanstellung zu finden: die Oberarztstelle, in der ich jetzt arbeite.

Anästhesistin Dr. Eva Buscher

Eva im Interview: Die spannendsten 3 Fragen kurz zusammengefasst

1) Wie erlebst du Hierarchien und das Spannungsfeld Frauen und Männer im Krankenhaus?

„Sehr unterschiedlich, würde ich sagen. Hierarchien werden konstant flacher und das finde ich sehr schön. In den meisten Kliniken kann man heute mit allen im Team auf Augenhöhe und mit dem gleichen Grundrespekt sprechen, oft auch per Du. Das klingt nach einem Nebenaspekt, macht im Alltag aber wirklich einen Unterschied. Dass Praktikantinnen und Praktikanten mit Chefärzt:innen sprechen können oder Assistenzärzt:innen langjährige Fachärzte auch kritisch hinterfragen, klappt zunehmend besser. Das ist wichtig für Menschlichkeit, Fehlerkultur und eine transparente, klare Kommunikation. Beim Thema Frauen in der Medizin ist es weniger die Frage der formalen Gleichberechtigung. Aber sobald es um Führungspositionen oder anspruchsvollere Tätigkeiten geht, zeigt sich immer noch das alte Problem: Häufig übernehmen Frauen den größeren Teil der Familienarbeit, bleiben länger zu Hause und stecken in der Arbeitszeit eher zurück."

2) Du machst beim sozialen Projekt „Gesundheitsmobil Hamburg" mit. Was macht ihr da konkret?

„Es ist ein Projekt, das ich total unterstützenswert und super finde. Ich mache noch nicht so lange mit und komme leider auch nicht so oft dazu, wie ich gerne würde. Das Gesundheitsmobil ist im Prinzip ein alter RTW, also ein Krankenwagen, ausgestattet mit allem Möglichen. In der Regel stehen wir einmal pro Woche am Hauptbahnhof und zusätzlich alle zwei Wochen an der Reeperbahn. Pro Schicht etwa zwei bis drei Stunden, je nach Patientinnen- und Patientenzahl. Wir sind offen und bieten basismedizinische Versorgung für Menschen an, die keine Krankenversicherung und keinen Wohnsitz haben. Das funktioniert relativ unbürokratisch. Ärztlich betreut wird das von Kolleginnen und Kollegen aus ganz verschiedenen Fachrichtungen und mit unterschiedlichem Ausbildungsstand. Im Team sind immer ein Arzt oder eine Ärztin und eine Pflegekraft oder Rettungspersonal. Dann kommen die Menschen zu uns rein und werden – das ist uns ganz wichtig – erstmal mit Namen und Handschlag begrüßt und dürfen sich setzen. Die Tür wird zugemacht, sie haben Privatsphäre; das fehlt auf der Straße ja ganz häufig. Und dann hören wir einfach zu und kümmern uns darum, was akutmedizinisch vorliegt."

3) Wie lief dein Einstieg in die Zeitarbeit?

„Ich habe mich bei doctari registriert, um mir nebenher mit einzelnen Zeitarbeitsdiensten etwas dazuzuverdienen. Das geht ja ziemlich unkompliziert: Man meldet sich an, wird dann gleich kontaktiert und ein bisschen gefragt, warum man sich registriert hat und welche Dienste man sich vorstellen könnte. Ich habe mich erst mal auf Standby registriert und in der Zeit eigentlich nie darüber gearbeitet, wusste aber immer: Wenn ich das mal machen will, habe ich schon einen Ansprechpartner. Als ich dann über berufliche Veränderungen nachgedacht habe, bin ich über ein Stellenangebot von doctari für eine Festanstellung gestolpert. Da gab es so einen Kurzbewerbungslink, wo man sich per Klick bewerben konnte, und ich wurde dann auch umgehend von einer sehr netten Recruiterin angerufen. In ein paar wirklich angenehmen Gesprächen und Bewerbungsrunden hat sie sich darum gekümmert, für mich die passende Festanstellung zu finden und mir letztlich die Stelle verschafft, in der ich jetzt arbeite."