Gehalt als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger 2026

Wie viel verdienen Gesundheits- und KinderkrankenpflegerInnen? Aktuelle Gehälter nach Erfahrung, Tarif und Einsatzbereich.

Wie viel verdienen Gesundheits- und KinderkrankenpflegerInnen 2026? Aktuelle Gehälter nach Einstieg, Erfahrung und Tarif – kompakt erklärt.

Kurz-Überblick

Gesundheits- und KinderkrankenpflegerInnen verdienen 2026 in Deutschland durchschnittlich etwa 3.900 € bis 4.200 € brutto im Monat. Das Einstiegsgehalt liegt bei rund 3.100 € bis 3.500 €, während erfahrene Fachkräfte bis zu 4.500 € monatlich erreichen können. Insgesamt bewegen sich die Jahresgehälter typischerweise zwischen 40.000 € und über 55.000 €, abhängig von Tarifbindung, Berufserfahrung und Einsatzbereich.

Gehälter in der Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger

Kranke Kinder benötigen rund um die Uhr Betreuung. Deshalb arbeiten viele Gesundheits- und KinderkrankenpflegerInnen im Schichtdienst – etwa im Früh-, Spät- oder Nachtdienst sowie an Wochenenden. Gleichzeitig ist die Altersstruktur in der Pflege angespannt: Mehr als die Hälfte der Fachkräfte ist über 50 Jahre alt. Entsprechend groß ist der Bedarf an Nachwuchs. Das Thema Pflege zählt seit Jahren zu den zentralen gesellschaftlichen und politischen Diskussionen.

Wie viel Gesundheits- und KinderkrankenpflegerInnen verdienen, hängt vor allem von Einrichtung, Träger und Beschäftigungsmodell ab. Neben tariflichen Regelungen kommen auch hausinterne Verträge oder außertarifliche Vereinbarungen zum Einsatz. Die Arbeitsbedingungen gelten in der Pflege häufig als herausfordernd, unterscheiden sich jedoch je nach Einrichtung, Fachbereich und Bundesland teils deutlich.

Werden Kinderkrankenschwestern oder Kinderkrankenpfleger nach Tarif im öffentlichen Dienst bezahlt, gelten ab 2025 folgende Gehälter:

EingruppierungStufe 2Stufe 3Stufe 4
P 73.414 €3.600 €3.889 €
P 83.600 €3.758 €3.965 €
P 93.884 €4.070 €4.195 €
P 104.070 €4.195 €4.548 €

Viele Gesundheitssysteme stehen vor einem Fachkräftemangel – auch international. Daher werben zahlreiche Länder gezielt Pflegefachkräfte aus dem Ausland an. Für Gesundheits- und KinderkrankenpflegerInnen kann ein Wechsel ins Ausland attraktive Perspektiven bieten, etwa durch höhere Gehälter oder andere Arbeitsbedingungen. Zu den häufig gewählten Zielländern zählen die Schweiz, Österreich und Luxemburg. Dabei sollten jedoch auch die teilweise deutlich höheren Lebenshaltungskosten berücksichtigt werden.

Wer internationale Erfahrung sammeln möchte, findet Unterstützung unter anderem beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) oder der Robert-Ernst-Stiftung. Dort werden Auslandsaufenthalte, Freiwilligendienste und berufliche Programme organisatorisch und teilweise finanziell begleitet.

Sie möchten wissen, wie viel ein OTA, ein ATA oder ein CTA verdient? Dann klicken Sie auf die Links. Alle Informationen zum Thema "Gehalt als Krankenschwester" stehen hier

Kinderkrankenschwester: Wie viel verdient man während der Ausbildung

Das Gehalt einer Kinderkrankenschwester in der Auszubildung hängt von ihrem Arbeitgeber ab. Wird die Ausbildung in einem Krankenhaus absolviert, das nach Tarif bezahlt, können angehende Kinderkrankenpfleger mit folgenden Bruttomonatsgehältern rechnen.

Ausbildungsvergütung laut TVAöD Pflege:

TVAöD Stand 2025monatliches Entgelt
1. Ausbildungsjahr1.415,69 Euro
2. Ausbildungsjahr1.477,07 Euro
3. Ausbildungsjahr1.578,38 Euro

Selbstständigkeit und berufliche Alternativen für Kinderkrankenpflegerinnen und Kinderkrankenpfleger

Wenn sie über die entsprechende Berufserfahrung verfügen, können sich Kinderkrankenpflegende in der Grundpflege selbstständig machen. Beispielsweise ist eine freiberufliche Tätigkeit im ambulanten Pflegedienst möglich.

Wer der Kinderkrankenpflege den Rücken kehren, aber weiterhin im Pflegesektor arbeiten will, kann über den Wechsel in eine Führungsposition in Alten- oder Heilerziehungspflegeeinrichtungen nachdenken. Mit der bisherigen Ausbildung in der Krankenpflege verfügt man über umfangreichere Befugnisse als Altenpfleger. Die Generalisierung der Pflegeberufe soll dazu beitragen, solche Ungleichheiten zwischen den Pflegeberufen auszumerzen. Bis dahin können Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger ihren Vorteil beruflich nutzen und eine entsprechende Stelle besetzen.

Bildquelle: iStock.com/cyano66